Sportpädagogik
In unserer modernen, technisierten, globalisierten aber vor allem zunehmend bewegungsarmen Gesellschaft sollte gerade der „pädagogische Ansatz“ von Bewegung, Spiel und Sport in vielen Bereichen unseres Lebens wieder eine zentrale Bedeutung erlangen. Der Gründer der „modernen Sportpädagogik“ Ommo Grupe formulierte ehemals 3 sog. Bildungsmotive des Sports1:
„Das erste Bildungsmotiv liegt in dem wohl ältesten Ziel der Leibesübungen / des Sports, nämlich dem der Gesundheit. Von körperlicher Betätigung, Turnen, Sport und Leibesübungen wurden positive Wirkungen auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden des Menschen erwartet“.
„Das zweite, allgemeinere Motiv liegt in der Harmonie der Erziehung. Der Erziehung des Geistes soll die des Körpers zur Seite gestellt, die Anlagen des Menschen sollen gleichmäßig entfaltet und ausgebildet werden. Das Prinzip der Ganzheit verlangt in der Erziehung die Berücksichtigung aller „Teile“ des Menschen und nicht die bevorzugte Ausbildung des einen auf Kosten oder zu Lasten des anderen“.
„Das dritte Motiv findet sich im Beitrag der Leibesübungen zur charakterlichen Entwicklung. Neben der Ausbildung körperlicher Fertigkeiten sollen sie zur Entfaltung von Mut, Beharrlichkeit, Fairness, Anstand, innerer Stärke und Kraft beitragen. Sie gelten als Mittel der Charakter – und Persönlichkeitsbildung. „Tugenden“, die in den Leibesübungen erworben werden, sollen sich darüber hinaus auch in den anderen Lebensbereichen auswirken.
Im weiteren spricht Ommo Grupe2 dann in seinen neueren Veröffentlichungen vom Sinn und den Sinnmustern / Sinnerfahrungen des Sports; diese sind:
- Körperliche und personale Sinnerfahrungen
- Soziale und materiale Erfahrungen
- Gesundheit und Wohlbefinden
- Spannung, Ästhetik und Spiel
- Sport als Bereicherung kulturellen Lebens
| Quellen: | 1 O.Grupe: "Einführung in die Therorie der
Leibeserziehung un des Sports" Hofmann-Verlag, Schorndorf - 1980 |
| 2 O.Grupe; "Vom Sinn des Sports" Kulturelle,
pädagogische und ethische Aspekte. Hofmann-Verlag, Schorndorf - 2000 |
