Prävention

In vorindustrieller Zeit waren Volkskrankheiten unter der Kategorie der Mangelerkrankungen und Infektionskrankheiten bekannt. Dank der Fortentwicklung der Medizin und der Verbesserung der Lebensverhältnisse konnten diese Mangelerkrankungen und Infektionskrankheiten zurück gedrängt werden. Heutzutage verhält es sich umgekehrt.

Der Lebensstandard ist hoch. Wir leben und konsumieren im Überfluss. Die technische Medizin und Pharmakologie verhilft uns zu einem langen Leben. Und dennoch gibt es Leiden, die übermäßig oft innerhalb unserer Bevölkerung auftreten und wenn auch nicht direkt den Tod, aber zumindest massives Leiden und explodierende Kosten verursachen.

Volkskrankheiten, die früher als Mangel- und Infektionskrankheiten kategorisiert wurden, finden sich heute unter dem Stichwort Zivilisation- bzw. Wohlstandskrankheit.

Die Gründe für ihre Entstehung sind Überlastung und Degeneration . „Das Erkrankungsrisiko für Zivilisationskrankheiten hängt nachweislich in hohem Maße von den vorherrschenden Lebensverhältnissen, von Lebensstilen, Verhaltensweisen und Umweltfaktoren ab“ (vgl. Straub, S.395). Man geht von 50% aus. Wohingegen der Einfluss der Medizin lediglich 10-30% betragen soll .

Sport, Bewegung, körperliche Aktivität werden in Zukunft entscheidende Inhalte und Faktoren für eine stabile körperliche und seelische Gesundheit bis ins hohe Lebensalter sein.

Vorsorge Allgemeinmedizin Dr. Venter 

Auch die komplexen und anspruchsvollen Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft werden nur mit einer hohen körperlichen Leistungsfähigkeit ausreichend, gelassen und erfolgreich zu bewältigen sein.

Um diese vor allem lebenslang notwendige hohe Leistungsfähigkeit durch Bewegung und Sport zu entwickeln und auch unter verschiedenen Voraussetzungen stabil zu erhalten ist eine primäre und dann regelmäßig begleitende bewegungsmedizinische Versorgung dringend erforderlich.

Bewegungsmedizin

Die Strategie lautet: Krankheiten verhindern!

Diese Chance ist gegeben, wenn man das Risikoprofil eines Menschen kennt. Dazu gehört insbesondere auch die körperliche Fitness! Die WHO sieht Inaktivität mit 5,9% am Ursachenportfolio für vorzeitiges Versterben beteiligt. Sie liegt damit auf Rang 5 von 10. In der Grundlagen- und Allgemeinmedizin sollte eine sog. Individuelle Gesundheitsuntersuchung deshalb mit deutlicher Gewichtung auf der Entwicklung der körperlichen Leistungsfähigkeit durchgeführt werden. Bereits in der Anamnese müssen gezielt bewegungs- und leistungsabhängige Symptome, Probleme und Defizite aber auch Erfolge herauskristallisiert und eingeordnet werden. Im Mittelpunkt der Vorsorge sollte die Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit mit schulmedizinischen und somit objektivierbaren und reproduzierbaren Methoden stehen. Hier werden die Atmung, das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur (Energiegewinnung/Stoffwechsel) auf ihre Belastbarkeit hin geprüft. Sie sind die entscheidenden und zusammenhängenden Systeme, die die Leistungsfähigkeit eines Menschen bestimmen. Daraus folgend muss eine allgemeine und fachspezifische Interpretation der Ergebnisse unter individuellen Kenntnissen und Voraussetzungen erfolgen.

Unter Einbeziehung von Risikofaktoren, der ermittelten Leistungsfähigkeit (kardiopulmonal und orthopädisch/funktionell) und den geplanten Zielen muss eine umfangreiche Beratung mit Erstellung eines individuellen Trainingsplans erfolgen.

Nur wer über seine Risikofaktoren bescheid weiß, hat es in der Hand, negative und bedrohliche Entwicklungen zu entschärfen und dafür zu sorgen im Laufe der Jahre seine Lebensfreude, Leistungsfähigkeit und Vitalität zu erhalten.

„Wenn wir dem Menschen das richtige Maß an Nahrung und Bewegung zukommen lassen könnten, hätten wir den sichersten Weg zur Gesundheit gefunden“ (Hippokrates).

Die Ergebnisse zahlreicher Studien belegen seit Jahren die eindeutigen präventiven und therapeutischen Möglichkeiten von Bewegung und Sport bei vielen Krankheitsbildern und Diagnosen der gesamten Medizin.

Sowohl im Bereich der Inneren Medizin (Kardiovaskuläre Erkrankungen z.B. arterielle Hypertonie, KHK, Herzinsuffizienz u.a., Lungenerkrankungen z.B. COPD und Stoffwechselerkrankungen z.B. Diabetes mellitus und Cholesterin) als auch der Onkologie (Tumorerkrankungen). Weiterhin im Bereich der Psychosomatischen Medizin (z.B. Depressionen) und der Neurologie (z.B. demenzielle Erkrankungen) und vor allem im Bereich der Orthopädie (Wirbelsäulen – und Gelenkerkrankungen /- beschwerden) bestehen für die regelmäßige, richtig dosierte körperliche Aktivität mittlerweile eindeutige Ergebnisse und Studienvergleiche, die den pharmakologischen oder apparativ interventionellen Ansätzen mindestens gleichwertig, oft aber auch deutlich überlegen sind.

Dr-Venter-Allgemeinnmedizin -Prävention Bewegungsmedizin Ernährungsmedizin

Ernährungsmedizin

pull-quote-darkWenn wir dem Menschen das richtige Maß an Nahrung und Bewegung zukommen lassen könnten, hätten wir den sichersten Weg zur Gesundheit gefundenpull-quote-dark (Hippokrates, 460 – 370 v.Chr.).

Bewegung und Ernährung sind bedeutende Eckpfeiler zur Wahrung der Gesundheit und zur Therapie zahlreicher Erkrankungen. Innerhalb der medizinischen Grundversorgung bieten wir Ihnen neben der Sport- und Bewegungsmedizin auch die Möglichkeiten der Ernährungsmedizin an.

Heute mehr als jeh zuvor ist die Dringlichkeit da, Ernährung als den wesentlichen zweiten Eckpfeiler für die Herstellung, Wiedererlangung und Bewahrung von Gesundheit in die Versorgung der Patienten einfließen zu lassen. Sie trägt als Lebensstilfaktor wesentlich zu Gesundheitserlangung und Gesundheitserhaltung bei.

Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung, Stress und Gifte haben hier einen Anteil von 62%. Nicht nur, dass der durchschnittliche Mitteleuropäer zu viel isst, auch stimmt die Zusammensetzung seiner Ernährung nicht mit den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Ernährung überein.

Insgesamt führt dies zu einer überhöhten Kalorienaufnahme und schlussfolgernd zu Adipositas. Ein möglicher Eintritt in einen Circulus vitiosus aus Überernährung, Bewegungsmangel, Gewichtszunahme und Folgeerkrankungen.

Betrachtet man die Risikofaktoren, die von der World Health Organisation (WHO) als wesentliche Faktoren eines vorzeitigen Versterbens angesehen werden, so stellt man fest, dass 5 der 15 Risikofaktoren unmittelbar von der Ernährungsweise beeinflusst werden.