Das „Rezept für Bewegung“ wurde von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)und der Bundesärztekammer entwickelt. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat das Projekt „Rezept für Bewegung“ gemeinsam mit den drei Sportbünden in Baden-Württemberg im Frühjahr 2015 gestartet. Es sollte nun endlich die Tatsache umgesetzt werden, dass körperliche Aktivität wie ein Medikament wirkt. (Siehe Themen)

Wir wollen ab sofort das „Rezept auf Bewegung“ auch in unserer Praxis initiieren.

Doch welcher Nutzen hat das „Rezept für Sport“ für den Patienten?

Der Patient mit Bewegungsmangel soll durch ein motivierendes Gespräch auf gesundheitsfördernde Bewegungsangebote mit dem Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ aufmerksam gemacht werden. Mit dem Patienten wird gemeinsam im Hinblick auf seine Risikofaktoren und Erkrankungen ein Trainingsschwerpunkt festgelegt und Besonderheiten bei der Übungsgestaltung vermerkt. Außerdem kann bei Notwendigkeit eine Sporttauglichkeitsuntersuchung durchgeführt werden.
Es dient als Orientierungshilfe für den Patienten bei der Suche nach qualifizierten Bewegungsangeboten und soll den Patienten eine Richtlinie an wöchentlicher körperlicher Aktivität geben. Die zertifizierten Gesundheitsprogramme müssen verbindliche Qualitätskriterien nachweisen, um eine bundesweite Verbreitung und einen einheitlichen hohen Standard der Gesundheitssport-Angebote sicherzustellen. Mögliche Sportangebote können unter www.sportprogesundheit.de und über regionale Verzeichnisse der Landessportbünde, unter https://www.lsvbw.de, aufgerufen werden.

Da das „Rezept für Bewegung“ eine Empfehlung des Arztes ist, ist eine Abrechnungsmöglichkeit nicht verbindlich.

Von vielen gesetzlichen Krankenkassen wird die Teilnahme an diesen qualitätsgesicherten Kursen der Sportvereine finanziell gefördert. Deswegen sollte sich der Patient vor Kursbeginn bei seiner Krankenkasse erkundigen. Die Teilnahmebescheinigung nach Ende des Kurses und das Rezept für Bewegung sollte dann bei der Krankenkasse eingereicht werden.

 

 

Quelle: https://www.aerztekammer-bw.de/news/2015/2015-04/rezept-fuer-bewegung/index.html