Sportmedizin

Die internistisch orientierte Sportmedizin beschäftigt sich mit der Erkennung und Beurteilung von Erkrankungen oder Risiken hinsichtlich der Sporttauglichkeit eines Menschen. Darüber hinaus dient sie der Darstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit als Grundlage für sportlichen Erfolg einerseits und als Hinweis für nachhaltige Gesundheit andererseits.
Untersuchungsmethoden wie z.B. die Laktat-Leistungsdiagnostik zur Bestimmung der aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit, die im Spitzensport seit langem bekannt ist, wird mittlerweile immer häufiger im Freizeit-, Gesundheits- und auch Rehabilitationssport zur Trainingssteuerung und -beratung eingesetzt.

Vor allem auch für Neu- und Wiedereinsteiger im Bereich des Präventions- und Ausdauertrainings ist eine solche Untersuchung empfehlenswert, um einen optimalen Trainingseinstieg (aus medizinischer und sportwissenschaftlicher Sicht) zu ermöglichen.

Ablauf einer sportmedizinischen Untersuchung

1. Gesundheitsuntersuchung

Zunächst erfolgt die ausführliche Anamnese (Krankheitsvorgeschichte) einschließlich der Sport- und Bewegungsanamnese sowie der Familienanamnese. Danach schließt sich die körperliche Untersuchung mit den Schwerpunkten des kardiopulmonalen Systems sowie des Haltungs- und Bewegungsapparates an. Anschließend erfolgt die individuelle Auswahl und Durchführung der notwendigen apparativen Vor-Untersuchungen.

2. Leistungsdiagnostik

Mit Hilfe der Laktat-Leistungsdiagnostik oder der Spiroergometrie wird eine möglichst genaue Aussage über die aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit erstellt. Anhand der Ergebnisse lassen sich dann individuelle Empfehlungen für die Trainingssteuerung aussprechen. Die Untersuchungen können als Geh- oder Laufbelastungen, weiterhin auch als Fahrradbelastungen und als Feldtests durchgeführt werden.

Laktatuntersuchung

3.Trainingsplanung

Die sportmedizinische Leistungsdiagnostik dient nicht nur der Bestimmung der Gesamtleistungsfähigkeit oder deren Teilaspekte in einer Sportart. Sie ist auch Voraussetzung um Vorgaben für bestimmte Trainingsintensitätsbereiche innerhalb verschiedener Trainingsmethoden machen zu können.

Damit ist ein gezieltes und individuelles Eingreifen in die Steuerung des Trainingsprozesses (vor allem der Ausdauerleistungsfähigkeit) möglich.

Neben der Leistung können sportmedizinische Funktionsparameter wie Herzfrequenz, Laktatkonzentration aber auch respiratorische (aus der Atmung ableitbare) Parameter herangezogen werden, um Intensitäten im Trainingsprozess zu überwachen und zu steuern.

Dies gilt, wie bereits erwähnt, neben dem Leistungssport auch zunehmend für den Gesundheits- und Rehabilitationssport.